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Sich nach einem hektischen Arbeitstag entspannen, das ist Michelle sehr wichtig. Einen Ausgleich zu ihrem Alltag findet sie dabei seit einigen Jahren im Schreiben. So greift Michelle seit 2012 für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften als Kolumnistin in die Tasten. Hier teilt sie ihre gemachten Erfahrungen aus der Welt der schönen Dinge mit einer begeisterten Leserschaft.

Seit 2015 schreibt Michelle als freie Kolumnistin für die Basler Zeitung sowie die deutsche Fachzeitung „Mein Hieber“ und den BirsigtalBote.

2017 erschien ihr erstes Buch «Ich, das Supergirl», ein Pflege und Make-up Ratgeber für junge Frauen. Bis heute sind an die 5000 Exemplare verkauft worden.

Sie suchen für Ihre Beauty- oder Livestyle-Rubrik jemanden, der auch wirklich weiss, wovon er schreibt? Dann sollten Sie jetzt Kontakt zu Michelle aufnehmen.


Kolumnen


Wer Töchter im Teenageralter hat, kennt das Problem: Stundenlang surfen sie auf YouTube nach den richtigen Schminktipps, schliessen sich danach ewig im Badezimmer ein und kommen dann doch meist wie eine Fremde wieder heraus. Das muss nicht sein.
Basel Live Nr. 1/2017
Samstag Morgen, noch vor neun Uhr. Ich verlasse mit eher kleinen Augen die Katakomben der Messe Basel, wo ich meinem Auftrag als Make-up-Artistin nachgehe und die Models und Hostessen zurechthübsche. Und das jeweils in aller Herrgottsfrüh.
Basler Zeitung vom 10.12.2016 / Schöne Dinge
Es war der erste Dezember dieses Jahres. Die weihnachtlichen Töne der Basilisk-«Morgenshow» liessen mich mit Schrecken feststellen, dass ich den alljährlichen Adventskalender für meine Tochter komplett vergessen hatte. Gut, mittlerweile ist sie 14 Jahre alt und entgegnete mir relativ entspannt, dass es ja noch nicht zu spät dafür sei und sie dafür gleich mehrere Türchen aufs Mal öffnen könne. Es sei doch alles «no Prob»! Schliesslich sei sie kein kleines Kind mehr und ich solle sie deswegen bitte nicht wie einen verschupften Schlumpf anschauen.
Basler Zeitung vom 12.11.2016 / Schöne Dinge
Während die Besucher ihre letzten Runden auf der Basler Herbstmesse drehen, das Magenbrot im Bäuchlein quillt und das feine Raclette von Heinz Margots «Bude» am Petersplatz in ewiger Erinnerung bleibt, gesellt sich der Winter spürbar zu uns. Die Bäume haben schon fast alles Farbenfrohe fallen lassen. Die Farbkompensation dafür erfolgt, schon viel zu früh, durch glitzerndes Dekor, blinkende Lichter und Lämpchen und sonstige Freude versprechende Angebote in den Geschäften und Kaufhäusern. Heute in sechs Wochen ist Weihnachten. Schon wieder.
Basler Zeitung vom 15.10.2016 / Schöne Dinge
Ein Tag im Herbst. Für mich die schönste Jahreszeit, wenn die Sonne in ihrem weichen Licht glänzt und die Welt in meinen Augen warm und freundlich erscheinen lässt. Die Zeit, das Leben erneut zu feiern und sich Gutes zu tun. Da ja bald das kalte und dunkle Nass des Winters ansteht, beschloss ich umgehend, mich von Pflichtterminen und Selbstversklavung zu befreien. Ich stahl mir einen Tag und machte Offline-Ferien. Ich fuhr ins nahe gelegene Ausland, nach Freiburg im Breisgau.
Basler Zeitung vom 20.08.2016 / Schöne Dinge
Wenn ich keine Frau wäre, dann wäre ich wahrscheinlich als Mann geboren worden. Natürlich als ein richtiger Kerl. Einer mit Muskeln bepackt, und mit einem Sixpack, entweder am Körper oder unter dem Arm. Ich würde mir eine Mischung aus Richard Gere und Che Guevara wünschen. Einen Gelegenheitscharmeur und wahre Augenweide für Frauen zum einen, den Abenteurer zum andern. Hauptsache die Haare sind schön, der Kampfgeist ist verinnerlicht und der Checkerblick sitzt.
Basler Zeitung vom 02.07.2016 / Schöne Dinge
Er ist wie eine Tussie, dieser Sommer. Kommt zu spät, ist faul, verhält sich wie beleidigt, was ihm dann wieder leid tut für einen Tag, und dann gibt er alles und danach ist er wieder weg. Das alles ist nicht so leicht. Da ist Juli, und die Beine sind immer noch winterbleich. Wenn dieser Zickensommer etwas Gutes hat, aber wirklich nur wenn, dann ist es das Fehlen der Schattenseite des Sonnenscheins: Sonnenbrand. Und die Hautschäden, die erst Jahre später und böse ans Licht kommen.
Basler Zeitung vom 28.05.2016 / Schöne Dinge
Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Leute meist etwas ungeschickt oder gar taktlos gegenseitig an die Gurgel springen können. Aber gut, wenn es denn sein muss, dann doch bitte zumindest ein bisschen stilvoll. Nun aber ist Contenance behalten offenbar oft nicht so einfach, wie folgende Szene zeigt. Auf dem Weg vom Auto zum Coop kreuze ich zwei Herren, die sich ein unüberhörbares Wort-Pingpong liefern. Es steht Aussage gegen Aussage. Zwei hoch errötete Köpfe duellieren sich wie zwei Kampfhähne im Ring, bohren sich mit zornigen Blicken gegenseitig Löcher in den Schädel und hauen sich üble Schimpfvokabeln um die Ohren. Doch wer gewinnt nun?
Basler Zeitung vom 28.04.2016 / Schöne Dinge
Frühling, erinnert sich jemand? Frühling ist diese freundliche Zeit, in der die Natur spriessend erwacht. In der die Welt in jungen, zarten Farben erleuchtet, Mensch und Tier sich aus dem Winterschlaf murmeln und die Winterreifen durch Sommerpneus ausgewechselt werden. Sommerpneus?
Basler Zeitung vom 02.04.2016 / Schöne Dinge
Da sassen wir, nach Sonne lechzend und dem ersten wirklichen Vitamin-D-Cocktail des Jahres, am Strand von Nizza, Kind, Kegel und ich. Für einen Moment blieb die Welt stehen, und ihre unschönen Geräusche und ihre Hässlichkeit verloren sich im Rauschen der Wellen. Wir dösten vor uns hin, halb in, halb aus der Welt, als ein Seufzen des Kindes mich und Kegel zurückholte. Da war ein Satz, der wie Tinnitus im Ohr pfiff. Der Satz war: "Mama, mein Akku ist leer."
Basler Zeitung vom 05.03.2016 / Schöne Dinge
«Das Lachen ist eine Macht, vor der die Grössten dieser Welt sich beugen müssen.» Diesen Aphorismus von Emile Zola las ich schon vor einigen Jahren auf einem verpackten Zucker, der mir bei einem Kaffee in der Spätsommersonne Stockholms serviert wurde. Ich vergesse diesen Tag nie. Es war einer dieser Tage, an dem meine Welt so was von in Ordnung und glücklich war.
Basler Zeitung vom 23.01.2016 / Schöne Dinge
Wenn ich so in mich horche, während ich in Zeitschriften schmökere etwa oder den «Sale»- Schaufenstern entlangschlendere, mich berieseln lasse von all den zu kaufenden oder besser noch: von den sich schenken zu lassenden schönen Dingen, denke ich manchmal über wahre Schönheit nach. Über die Schönheit der 40er-Frauen. Und jener darüber, und jener, die es gerade sind, und aller, die es noch werden.